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3.-Volleyballherren mühen sich zum Sieg

Kreisklasse-Volleyballer bleiben auf Platz 2

27. Januar 2017

von Sven Knauer

Am letzten Mittwoch erwartete die 3.Männervolleyballmannschaft des VfL Pirna-Copitz zum 2.Heimspiel in der Kreisklasse Sächsische Schweiz Osterzgebirge Staffel Ost, zwei Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel. Die 2.Vertretung der Königsteiner Volleyballgemeinschaft sowie der SSV Langburkersdorf waren zu Gast in der Sporthalle des Schillergymnasiums. Man wollte an den erfolgreichen Jahresbeginn anknüpfen, um die Chancen auf den Kreismeistertitel zu wahren. Der 1.Heimspieltag war noch in schlechter Erinnerung, man verlor jeweils unnötig 0:3 gegen Stürza und Stolpen. Das sollte sich nicht wiederholen.

Trainer Steffen Senger konnte bis auf den kurzfristig erkrankten Mitteblocker Jens Neumann auf den gesamten Kader zurückgreifen. Das erste Spiel gegen die Festungsstädter stufte man als das schwerere Spiel ein, weil Königstein durch gute Nachwuchsarbeit eine gute Symbiose in der Mannschaft zwischen Jung und Alt stellt.

Der erste Satz begann aus Sicht des VfL sehr zäh. Man konnte sich nicht richtig absetzen und Königstein brachte Pirna ein ums andere Mal mit einfachen Legern aus dem Spielrhythmus. Absetzen konnte sich keine der beiden Mannschaften, bei Pirna blieb der Spielaufbau sehr behäbig, die Durchschlagskraft im eigenen Angriff fehlte. Erst im letzten Drittel konnte sich Pirna mit 3 Punkten absetzen und diesen kleinen Vorsprung bis zum Satzende mit 25:22 halten.

Im zweiten Satz spiegelten sich die eigenen Mängel in Annahme, Spielaufbau sowie im Angriff wie im Satz1 wieder. Einfache Bälle vom Gegner konnten nicht in einen druckvollen Angriff umgesetzt werden, da Annahme oder Zuspiel fehlerhaft agierten oder gar ungehindert ins eigene Feld fielen. Somit enteilte die KVG ab Mitte des zweiten Satzes auf 4 Punkte zum 15:19. Dank Harald Oehmes Aufschlagserie konnten die Pirnaer den Ausgleich zum 20:20 wiederherstellen. Der Pirnaer Block wehrte erfolgreich die gegnerischen Angriffe ab, so dass der VfL wieder kurz vor Satzende die KVG überholte und mit 25:22 sich den Satzgewinn zum 2:0 holte.

Der dritte Spielabschnitt begann mit einen klaren Fehltritt aus Sicht der Copitzer Volleyballer. Schnell lag man mit 0:5 zurück. Annahmefehler oder Fehlangriffe bestimmten ab sofort den eigenen Spielverlauf. Alle Mannschaftsteile traten auf der Stelle. Bei der KVG hingegen funktionierte alles. Fehlerhaftes Blockverhalten oder ungenaues Zuspiel ermöglichten, dass die Königsteiner ihren Vorsprung erst auf 2:9, dann auf 6:15 ausbauten. Erneut starke Aufschläge von Micheal Jödicke brachten den Spielaufbau beim Gegner gehörig ins Stocken und der VfL-Sechser schob sich wieder heran. Aber diesmal war der Abstand zu groß um die Festungsstädter noch einmal einzuholen. Mit 20:25 sicherte sich die KVG den 3.Satz und verkürzte zum 2:1.

Um nicht wieder in den Tiebreak zu müssen und wertvolle Punkte im Meisterschaftskampf liegen zu lassen musste der 4.Satz gewonnen werden. Aber um es vorwegzunehmen, das gelang dem VfL diesen Abend nicht. Wie sich der 1. und 2. Satz glichen, ähnelten sich Satz 3 und 4. Königstein gelang alles, Pirna schaute zu und reagierte nur. Anfangs blieb man noch auf Augenhöhe aber mit zunehmender Satzdauer erspielte sich Königstein wieder einen Vorsprung von 5 Punkten den Sie bis zum Schluss zu verteidigen wussten.

Die ungewollte Entscheidung musste nun doch im Tiebreak gefunden werden. Anfänglich zeichnete sich eine Weiterführung der beiden vorangegangenen Sätze ab. Mit 2 Punkte Rückstand lief die VfL-Sechser hinterher. Aber ab dem Seitenwechsel stellte sich auf einmal die Angriffsüberlegenheit und Blockstärke in den eigenen Reihen wieder ein. Zwar konnte man erst bei 11:11 den Ausgleich erzielen, aber den nötigen Schwung zum Spielende mitnehmen. Mit zwei erfolgreichen Blocks von Micheal Krause sicherte sich der VfL den Sieg mit 15:13 zum 3:2. Der Gegner froh über den gewonnen Punkt erzeugte ein Kopfschütteln in den eigene Reihen über die bis dato abgegebene Leistung.

Das zweite Spiel des Abends bestritt man gegen die Mannschaft aus Langburkersdorf. Das Tabellenschlusslicht ist der Aufsteiger in die Kreisklasse, konnte aber bisher noch nicht wirklich überzeugen. Trainer Senger wechselte auf einzelnen Positionen.         

Die Partie begann wie erwartet. Pirna machte von Beginn an Druck im Aufschlag und im Angriff, was eine schnelle Führung zum 7:2 mit sich brachte. Aber zwei Fehlannahmen und zwei Fehlangriffe sorgten für den Anschluss des Gegners. Copitz konnte sich bis zum 16:14 nicht weiter absetzen. Erst Ralf Linkes druckvolle Aufschläge ließen den Abstand auf 22:16 ansteigen. Den Vorsprung bis zum Satzgewinn (25:18) verwalteten die Copitzer gekonnt.

Durchgang zwei begann ähnlich. Schnell stand es 6:1. Über die Stationen 9:3, 14:7 und 20:10 bestimmte man solide das Spielgeschehen. Nach nur 17 Minuten stand es 25:16 und 2:0 für den Gastgeber.

Vielleicht war es dem VfL in den vorangegangenen beiden Sätzen zu leicht gefallen, wie Sie die Spielweise bestimmten, denn im 3. Durchgang lief der Copitzer Sechser dem Gast stets mit zwei Punkten hinterher. Der Spielaufbau war auf einmal wie schon im ersten Spiel zu statisch. Erst beim Stand von 20:22 lenkte der VfL-Tross auf die Zielgerade. Mit starken Aufschlägen und guter Blockarbeit fing man die Langburkersdorfer noch kurz vor Schluss ab. Mit 25:22 sicherte man sich den Satz zum 3:0-Sieg. Der VfL verzichtete auf die sonst üblichen Jubeltiraden, zu sehr war man über die heutige gezeigte Performance enttäuscht.

Es spielten:
Linke; Krause; Förster; Jödicke; Thiel; Reichenbach; Oehme; Jänsch; Knauer
Trainer: Senger

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