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VfL-Volleyballer verpassen Pokal-Überraschung

Copitz unterliegt Delitzsch im Halbfinale

29. Januar 2017

von René Renger

In der 2. Runde des Sachsenpokals, die gleichbedeutend mit der Halbfinalrunde war, traf der VfL nach einem Ansetzungschaos im Vorhinein in Zschopau zunächst auf den VV Zittau 09. In der anderen, quasi Viertelfinalpartie, trafen der Gastgeber aus der Sachsenklasse West, der Hennersdorfer SV und der GSVE Delitzsch II. aufeinander, wobei sich die Nordsachsen aus der Sachsenliga mit 3:1 durchsetzten und dem Spiel der beiden Vertreter der Sachsenklasse Ost in Ruhe zusehen konnten.

Bereits zum 4. Mal in dieser Saison trafen die Copitzer auf die Volleyballer aus Ostsachsen. Alle Partien wurden bisher im Tiebreak entschieden, einmal gewann Zittau, in den letzten beiden Partien war Pirna siegreich.
Beide Mannschaften traten nicht in Bestbesetzung an, den VfLern fehlten gleich 6 Spieler der 1. Mannschaft, davon 3 Stammspieler, also wusste man zu Beginn nicht, was das Spiel bringen sollte. Daniel Graubner spielte seit Jahren erstmals wieder im Außenangriff, Jugendspieler Sebastian Mathei aus der 2. Mannschaft besetzte die freie Mittelblockposition.
In den ersten Satz starteten die Copitzer dann auch sehr unsicher und fehlerbehaftet. Obwohl Zittau nicht überragend spielte, konnte der VfL nicht mithalten, besonders in Annahme und Abwehr hatte man erhebliche Probleme in der flachen Halle und musste den Satzverlust hinnehmen. Ab dem zweiten Durchgang hatte man sich aber auf die örtlichen Gegebenheiten und auf den Gegner eingestellt und punktete vermehrt in Angriff und Block. In Satz zwei überrolte man den Gegner förmlich und siegte deutlich, in Satz 3 ließ man sich trotz frühem Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und konnte sich den Durchgang zur 2:1-Führung sichern. Im 4.Satz brachten einige Schiedsrichterentscheidungen etwas Unruhe in beide Mannschaften, wobei dies den Zittauern mehr zusetzte als den Pirnaern. Der VfL bewahrte nun in engen Situationen die Ruhe und war nicht mehr von der Siegerstraße abzubringen. Nach 86 gespielten Minuten stand der 3:1 (-21,14,23,18)-Sieg fest und Pirna stand tatsächlich im Halbfinale des Sachsenpokals.

Gegen den aktuell Drittplatzierten der Sachsenliga, GSVE Delitzsch II. rechnete man sich wenig Chancen aus, wollte aber gut mitspielen, um den Favoriten vielleicht etwas zu ärgern. Für Mathei rückte nun der 16jährige Sebastian Graubner auf die Mittelblockposition und machte seine Sache sehr ordentlich.
Im ersten Satz spielten die Kreisstädter zu verkrampft, sodass Delitzsch mit seinem schnellen und athletischen Angriffsspiel keine Mühe hatte und den ersten Satz locker gewann. Im zweiten Durchgang waren die Copitzer  ebenbürtig und kamen mit wuchtigen Angriffen und einigen überraschenden Aktionen, was besonders den gegnerischen Trainer teils lautstark mit seiner Mannschaft diskutieren ließ, immer wieder zu kräftig bejubelten Punkten. Mit Rico Feldmann am Aufschlag, der phasenweise ein überragendes Spiel ablieferte, konnte sich der VfL kleine Vorsprünge erarbeiten, die dem VfL Satzbälle brachten. Den Zweiten konnte man zum umjubelten 26:24-Satzgewinn nutzen.
Etwas zu euphorisch in den Folgedurchgang startend, konnte man das Niveau nicht ganz halten und durch viele Fehler in allen Elementen musste man diesen Satz recht deutlich an die Bundesligareserve der Delitzscher abgeben. Im Satz 4 begann man erneut fehlerbehaftet mit einem schnellen Rückstand, den man aber durch gutes kämpferisches Auftreten wieder etwas aufholte und den Gegner nicht davonziehen ließ. Beim Stand von 13:16 war es abermals Rico Feldmann, der Delitzsch mit krachenden Sprungaufschlägen förmlich auseinandernahm und erst beim 17:20 gelang dem Kontrahenten der nächste Punkt. Diesen Vorsprung konnte man sogar noch ausbauen und schaffte nach einem gegnerischen Angriffsfehler den nicht für möglich gehaltenen Satzausgleich.
Trotz schwindenden Kräften wollte man nun im Tiebreak die kleine Chance nutzen und den Favoriten zum Stürzen bringen. Zunächst war der Entscheidungssatz hart umkämpft, nach dem 5:5-Ausgleich hatten die Nordsachsen nun aber das etwas glücklichere Händchen und wechselten bei 8:6 die Seiten. Zum ungünstigsten Zeitpunkt hatte Pirna nun ein kleines Tief und konnte mehrmals infolge den eigenen Angriff nicht im gegnerischen Feld unterbringen, was einen 7:12-Rückstand bedeutete. Durch großen Kampf konnte man noch einmal auf 2 Punkte verkürzen, aber ein verschlagenes Service besiegelte die knappe 2:3 (-15,24,-16,18,-12)-Niederlage und das Aus im Halbfinale des Sachsenpokals.

Es spielten: Rico Feldmann, Jens Jendrzejewski, Stefan Meschke, Michael Krause, René Renger, Daniel Graubner, Sebastian Graubner, Sebastian Mathei

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1. Herren_15-16_weiß-rot
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